“Life is very short and there’s no time for fussing and fighting, my friend…” 

Die Beatles haben es gewusst: Gerade jetzt, im vorweihnachtlichen Stress, den wir aufgrund der Corona-Lage gar nicht mehr gewöhnt sind, haben wir keine Zeit – schon gar keine zu verlieren, zumal für “Unnützes”. Das bisschen, das uns bleibt, möchte konstruktiver Weise doch bitte in gute Gedanken und Impulse investiert werden.
Zugleich ist der Ruf nach Ruhe, Entspannung, einer kurzen Atempause inmitten des Chaos umso lauter. Daher wollen wir die Adventszeit nutzen und Sie an den Adventsonntagen an unser virtuelles Kaminfeuer einladen. Wir wollen hier mit Ihnen unsere (etwas andere) Adventsgeschichte teilen.
Mit ein bisschen Glück wird sie Sie beruhigen, zugleich zum Nachdenken anregen und Ihnen im Zweifel doch zumindest eine gute Ablenkung vom vorweihnachtlichen Durcheinander bieten. Also: Lehnen Sie sich zurück, schenken Sie sich ein Gläschen Rum ein (wir sagten EINS!), zünden Sie die erste Kerze auf dem Adventskranz an und los geht’s:

 

Es war einmal ein Königreich ohne König. Wobei, eigentlich hatte das Königreich zur Weihnachtszeit des Jahres 2021 mehrere. Und alle waren sie ganz schön in Aufruhr. Denn vor dem Fenster wurde es kälter und ein böses Krankheits-Monster hatte das Königreich fest im Griff. Keiner der königlichen Herrschaften wusste, was zu tun ist und die, die es wussten, auf die hörte man oft nicht. So drohte das Monster den Bewohnern des Königreichs Weihnachten zu verderben und sie waren oft verunsichert.

Maria Mysachenko lädt zur besonderen Adventsgeschichte in 4 Teilen ein.

Doch glücklicherweise hatten die Könige und Bewohner vier magische Freunde, auf die sie sich auch in den ärgsten Momenten verlassen konnten. Um die soll es in unserer vier-teiligen Weihnachtsgeschichte gehen:

 

Die erste magische Freundin der Menschen hieß „Ratio“.

Ihr großer Kopf ruhte stabil auf 12 Beinen. Jedes der Beide hatte eine andere Farbe und gemeinsam ergaben sie einen kompletten Farbkreis.
An jedem der Beinenden waren ganz feine Fühler, mit denen sie genau erspüren konnte, welche Ein- und Ansichten aus der jeweiligen Richtung kamen. So konnte die „Ratio“ die gesamte Farbpalette verstehen und abbilden. Gleich einem Rad mit vielen Speichen, die aus den verschiedensten, scheinbar nichts miteinander gemein habenden Richtungen kommen und unterschiedlicher nicht sein könnten, führte sie alles in ihrer Mitte zusammen.
Mit ihren Assistenten „Langmuth“ und „Empathia“, die rechts und links an ihrem Kopf baumelten, schaffte sie es, alle Ansichten in ihrer stabilen Mitte zu organisieren, festzuhalten und leben zu lassen.
Welche Frage auch immer man ihr stellte – durch die verschiedenen Impulse, auf die sie Zugriff hatte und die sie so gut zu differenzieren verstand, fand sie immer die richtige Farbmischung für eine passende Antwort und spuckte sie in hohem Bogen selbstbewusst aus ihrem Schädel. Manchmal benötigte sie nur eine Farbe dafür. Zuweilen auch vier oder fünf, doch bedachte sie stets alle und ihr Fundus lieferte immer eine nützliche Lösung.
Die Bewohner des geplagten Königreichs stürmten also auf „Ratio“ zu und unterbreiteten ihr zig verschiedene Lösungsvorschläge zur Beseitigung des Monsters.
Viele schlugen vor, man müsse sich einschließen und warten, bis der Spuk draußen vorüber sei. Andere wollten ins freie Feld ziehen und das Monster direkt bekämpfen. Wieder andere merkten an, dass es dafür aber passende Waffen brauche. Und wieder andere fanden, man müsse das Monster ignorieren – es würde die, die es wollte, ohnehin fressen und sich wieder verziehen wie es gekommen war, sobald es satt würde.
So unterschiedlich waren die Meinungen, wie die Himmelsrichtungen und „Ratio“ spürte es an allen ihren empfindlichen Beinchen ziehen. Schließlich, als die Bewohner und Beherrscher des Königreichs sich endgültig zu zerstreiten drohten, entsprang ihrem Kopf ein mahnender Zeigefinger und sie sprach:
„Das Leben ist sehr kurz und sich wegen einer Sache, die uns alle angreift, zu zerstreiten, lohnt sich nicht. Es kostet uns nur noch mehr Kraft und die brauchen wir dringend, um gegen das Monster zu bestehen. Wie immer ihr also miteinander und mit dem Monster umgeht – bedenkt dabei stets, dass ihr eine Gemeinschaft seid und voneinander abhängt. Keiner tue etwas nur für sich allein, sondern bedenke dabei die anderen.“

Ihre Assistentin „Emphatia“ pflichtete „Ratio“ bei und „Langmuth“ fügte hinzu: „Durch Schnellschüsse und Verurteilungen wurde noch nichts gelöst!“

So lehre “Ratio” die Menschen, dass eine gute Lösung stets alle Seiten berücksichtigt, auch wenn sie nie alle bedienen kann.

Wollen Sie wissen, welche Helferlein den Bewohnern des Königreichs noch zur Seite standen???
Dann lesen Sie nächste Woche weiter! 😉

Einen schönen 1. Advent wünschen Ihre Crew von den STRATEGY PIRATES®.

Maria Mysachenko

STRATEGY PIRATES®-Social-Media, Historikerin, Sopranistin

E-Mail: maria@strategy-pirates.com