Meetings sind das neue Rauchen

Meetings sind das neue Rauchen

Meetings sind das neue Rauchen…

…und Führungskräfte sind die größten Süchtigen  

„Können wir dazu kurz einen Termin einstellen?“ 

Dieser Satz klingt echt harmlos. Fast schon höflich. Und doch ist er in vielen Unternehmen der Anfang einer kleinen Katastrophe:

  • Alle sind aus dem Urlaub zurück.
  • 30 Minuten stehen ab sofort im Kalender.
  • Zehn Teilnehmer sind eingeladen.
  • Drei Folgetermine entstehen.
  • Es wird eine PowerPoint erstellt und wortreich präsentiert.   

Das Ergebnis: Kein Beschluss. 

Willkommen im modernen Büroalltag. 

Hmmm. Wir haben das Rauchen erfolgreich aus vielen Büros verbannt, doch die Meetings haben wir nicht nur behalten, sondern pflegen sie als Teil der Unternehmenskultur. Und während Zigaretten heute Warnhinweise tragen, steht über dem Outlook-Kalender noch immer: „Jour fixe – wöchentlich“. 

Meetings sind das neue Rauchen 

Und Führungskräfte sind meist sogar die größten Süchtigen. 

Der Unterschied:

  • Rauchen kostet Geld.
  • Meetings kosten Zeit UND GELD
    (wie viel das ist zeigt Ihnen recht eindrücklich unsern Meeting-Kalkulator – Sie werden staunen). 

Die Rechnung ist dabei eine bestechend Einfache:  

Ein einstündiges Meeting mit zehn Mitarbeitern ist faktisch eben nicht nur eine Stunde. 
In Wirklichkeit sind es zehn Arbeitsstunden. 
Wenn dieses Meeting jede Woche stattfindet, sind es mehr als 500 Arbeitsstunden im Jahr. 

Und wenn fünf Führungskräfte teilnehmen, die anschließend ihre Teams mit den Ergebnissen beschäftigen, vervielfacht sich der Effekt. 

Das Erstaunliche ist nicht, dass Meetings teuer sind. 
Das Erstaunliche ist vielmehr, dass sie kaum jemand wie eine Unternehmens-Investition behandelt. 

Im Vergleich:

  • Für einen Laptop über 2.000 Euro braucht es einen Business Case.
  • Für ein neues Büro werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen erstellt.
  • Für einen neuen Firmenstandort oder die Erweiterung des Fuhrparks erst recht.  

Aber für 500 Stunden Mitarbeiterzeit?? Wenn das kein Invest ist, dann wissen wir auch nicht! 

„Lass uns das mal gemeinsam besprechen.“ 

Mit diesem unscheinbaren Satz ist die wirtschaftliche Prüfung offenbar beendet. 

Warum wir Meetings lieben 

Dabei haben Meetings ganz wunderbare Eigenschaften. 

Ein unschlagbarer Side-Effekt ist zum Beispiel dieser:
Sie fühlen sich nach Arbeit an. 

Man sitzt zusammen. Man diskutiert. Man macht Notizen. Es werden Folien gezeigt. Köpfe nicken, hin und wieder haut ein Teilnehmer verbal auf den Tisch. Der Flaschenöffner für die Getränkefläschchen kreist und Kaffeetassen werden erneut aufgefüllt.  

Die „Produktivität“ sieht von außen erstaunlich überzeugend aus. 

Nur leider entsteht Wert nicht dadurch, dass zehn Menschen gleichzeitig zusammensitzen und über ein Problem sprechen.
Wert entsteht durch  

  • Entscheidungen 
  • Umsetzung und  
  • Ergebnisse. 

Trotzdem nutzen wir Meetings häufig als Beruhigungsmittel für organisatorische Unsicherheit. 

  • Ein Problem ist unklar? 
    > Machen wir ein Meeting. 
  • Eine Entscheidung ist unangenehm?
    > Puh, besser ist´s wir diskutieren das vorab noch mal mit der Abteilung in einem Meeting durch. 
  • Niemand weiß, wer wirklich verantwortlich ist?
    > Na klar, da braucht es eindeutig ein Meeting. 
  • Zwei Bereiche haben unterschiedliche Interessen?
    > Logisch! Beste Idee? Da muss Konsens her – den erreicht sicherlich ein Meeting. 
  • Eine Führungskraft möchte zeigen, dass sie das Thema „im Griff“ hat?
    > Sie wissen schon, es wird eingeladen. Noch ein Meeting. 

Das Meeting wird damit zum institutionellen Äquivalent des Satzes:  „Wir tun etwas.“ …auch wenn eigentlich niemand weiß, was konkret.  

Die gefährlichste Droge heißt „kurzer Austausch“ 

Besonders perfide sind dabei nicht die großen Meetings. Es sind die kleinen: 

  • „Hast du fünf Minuten?“ 
  • „Lass uns kurz synchronisieren.“ 
  • „Ich würde gerne einmal deine Einschätzung hören.“ 
  • „Wir sollten dazu vielleicht noch einmal mit allen sprechen.“ 

Diese Sätze wirken vernünftig, aber sie summieren sich.
Hier zehn Minuten. Dort 30 Minuten. Noch ein Statusmeeting. Noch ein Abstimmungstermin. Noch ein kurzer Call. 
Am Ende ist der Kalender voll.  

Und dann beschweren wir uns darüber, dass unsere Mitarbeiter keine Zeit für strategische Themen haben, dass sich wenig bewegt, dass keine Entscheidungen getroffen werden.  

Der „Meeting-Point“ betrifft besonders Führungskräfte 

Ironischerweise sind gerade Führungskräfte häufig diejenigen, die das Meeting-System am stärksten befeuern.
Warum? Weil Meetings auch Führungskräften Sicherheit geben:

  • Wer viele Themen auf dem Tisch hat, möchte besser informiert sein. 
  • Wer Verantwortung trägt, möchte voll eingebunden sein. 
  • Wer Entscheidungen treffen muss, möchte möglichst viele Perspektiven hören. 
  • Und wer Angst vor einer Fehlentscheidung hat, lädt im Zweifel noch zwei, drei weitere Personen ein. 

Das Ergebnis ist eine seltsame Form organisatorischer Selbstverteidigung: 

Je wichtiger die Entscheidung, desto mehr Menschen sitzen im Raum. 

Dabei passiert häufig das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war. Je mehr Menschen beteiligt sind, desto schwerer (unsicherer) wird eine klare Entscheidung. Und irgendwann gehört die Verantwortung plötzlich allen. Also niemandem. 

So weit, so schlecht. Wobei:

Das eigentliche Problem sind nicht die Meetings! 

Jetzt kommt die unbequeme Wendung des Artikels: 

Meetings sind nicht das Problem. 

Ein gutes Meeting kann extrem wertvoll sein. 

Eine schwierige strategische Entscheidung gemeinsam zu diskutieren, einen Konflikt zu lösen oder ein komplexes Problem zu bearbeiten, genau dafür braucht es manchmal sogar viel Zeit. 

Das Problem sind die Meetings ohne klaren Zweck.

Die Rede ist von den unzähligen

  • BlaBla-Meetings,
  • Null-Entscheidungs-Treffen und
  • uneffektiven Diskussionsrunden mit Maximal-Teilnehmerzahl.

Genau da gibt es einen feinen Unterschied. 

Oder die Eh-Da-Meetings, die nur deshalb stattfinden, weil sie schon immer montags um 9:00 Uhr stattgefunden haben. Meetings, zu denen Menschen eingeladen werden, weil sie „vielleicht für den weiteren Prozess relevant sein könnten“. Meetings, deren Ergebnis anschließend in einem weiteren Meeting besprochen wird („Lasst uns das Thema nächste Woche noch mal aufgreifen/beleuchten“).  

Und vor allem:  Meetings, die eigentlich ein Führungsproblem kaschieren:

  • Wenn niemand entscheiden will, wird lieber noch ein Bisschen weiterdiskutiert. 
  • Wenn niemand die Verantwortung für eine Thematik übernehmen will, wird nur zu gerne per Handzeichen abgestimmt. Und wenn niemand Nein sagen will, wird ein weiterer Termin vereinbart. Das fühlt sich einfach besser an. 

Was wäre, wenn wir Meetings auch wie Kosten behandeln würden? 

Das letzte, was Unternehmen brauchen, ist eine neue Meeting-Kultur. Sie brauchen eine Meeting-Abspeck-Diät. 

Jede Zusammenkunft, egal in welcher Mitarbeiteranzahl, sollte nur diese einfache Frage beantworten: 

Was ist danach anders als vorher? 

Wenn die Antwort lautet: „Wir haben uns ausgetauscht.“ … ist das möglicherweise noch kein ausreichender Grund für zehn Menschen, eine ganze Stunde ihres Arbeitstags zu blockieren. 

Eine radikalere Variante wäre mit dieser Einstellung einzuladen: 

Jedes Meeting braucht einen Business Case. Jedes Meeting braucht eine Struktur und ein Ergebnis.  

Mithilfe dieses Leitfadens können Sie vorab leicht festlegen, welche Inhalte, Teilnehmer und Wunschergebnisse aus Ihrem Meeting resultieren sollen:  

  • Welche Entscheidung soll getroffen werden? 
  • Welches konkrete Problem (vorab klar benennen) soll gelöst werden? 
  • Welche Information muss gemeinsam verarbeitet werden? 
  • Was kann asynchron erledigt werden? 
  • Wer muss wirklich dabei sein? 
  • Was passiert, wenn das Meeting nicht stattfindet? 

Die letzte Frage ist besonders interessant. 

Denn manchmal lautet die erschreckende Antwort: Nichts. 

Das Ende der Meeting-Sucht beginnt ganz oben 

Mitarbeiter werden sich selten freiwillig aus einer Meeting-Kultur befreien, wenn ihre Führungskräfte ihnen gleichzeitig 20 Einladungen pro Woche schicken.  Deshalb ist das Thema kein Zeitmanagementproblem der Mitarbeiter.

Nicht jedes Meeting ist schädlich. Aber die Summe der kleinen, unnötigen Meetings kann eine Organisation Schritt für Schritt lähmen. 

Und genau hier wird das Ganze definitiv zu einem Führungsthema. 

Eine Organisation verändert ihre Meeting-Kultur nicht dadurch, dass sie ihren Mitarbeitern erklärt, wie man effizientere Meetings macht. Sie verändert sie, wenn Führungskräfte anfangen, anders zu führen. 

Und zwar mit weniger Statusabfragen und eben nicht im Mikromanagement. Mit weniger Abstimmung um der Abstimmung willen und mit klaren Verantwortlichkeiten. Mit einem Plus an konkreten Entscheidungen und dem Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit. Und vor allem: 

Mit mehr Mut, zum Beispiel dabei, ein Meeting gar nicht erst anzusetzen. 

Wenn Ihr Kalender als Unternehmer jeden Tag voll mit diversen Info- oder Abstimmungs-Meetings ist, haben Sie gefühlt und auf den ersten Blick kein Produktivitäts-Problem. 

Aber garantiert haben Sie ein Führungsproblem. 

Ihr  

Steffen Moldenhauer 

P.S.: Das Beitragsbild wurde mit KI-Unterstützung generiert

I like Dopamin!

I like Dopamin!

Wie asozial Social Media in Wirklichkeit ist

Instagram und Co. Wer von euch nutzt diese Social Media Plattformen nicht auch vermeintlich gerne? Aber sind Social Media Plattformen tatsächlich sozial? Schaut man in die sozialen Medien, so kann einen schon mal das Grauen überkommen. Verbale Angriffe, aberwitzige Meldungen, Abwertungen wohin das scrollende Auge reicht, der Güllekübel kann schließlich über jeden und alles geschüttet werden.

Facebook, Twitter, Telegramm & Co. schreien unisono: “Alle gegen Alles! Bodenloses bashen!”

Nur eine Plattform, die bleibt dabei unter dem Radar. Der scheinbar unschuldige Social Media Engel, mit seinen silbrig glänzenden Flügeln, der uns sanft über das geschundene Köpfchen streichelt und uns anschließend in das nach Rosen duftende pinke Wohlfühlbad tunkt: Instagram.

Nach aktuellen Zahlen des “D21-Digital-Index“ nutzte im Jahr 2024 vorrangig die Generation Z+, die Personen von 15 bis 28 Jahren umfasst, in Deutschland Instagram. Mit einem Nutzeranteil von 77 Prozent übertraf sie bei Weitem den Nutzeranteil der Generation Y von 59 Prozent. Von Deutschlands Gesamtbevölkerung nutzten rund 38 Prozent das soziale Netzwerk Instagram. 

Nach Facebook ist Instagram gemessen am Anteil der Seitenabrufe das weltweit erfolgreichste soziale Netzwerk und spielt eine zentrale Rolle im Social Commerce. Instagram wird als ein soziales Netzwerk zum Teilen von Fotos und Videos beschrieben und gehört seit August 2012 zu Meta. Die Meta App wird also besonders von den jüngeren Usern täglich sogar mehrere Stunden genutzt. Im Durchschnitt kommt jeder Deutsche immerhin auf 15 Stunden (fast 2 Arbeitstage) im Monat (Quelle Statista & Junge Gründer). 

Instagram wächst weiter – und das mit Sogwirkung.

Dabei entwickelte sich die App mit der kleinen pink-orangen Kamera über die letzten Jahre zur ungeheuren Aufwertung des äußeren Scheins, gleichzeitig nahm nach Sozial-Studien die Bedeutung der inneren Werte und damit der gesellschaftlichen Werte ab. Aber warum ist das so?

Perfide Funktionalität – Instagram als Nährboden für soziale Vergleiche 

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Zudem auf der Suche nach Bestätigung ständig bestrebt, sich durch die Augen anderer zu bewerten, um sich so in einer Gruppe zu positionieren und seine Selbstachtung zu bestätigen. Sozialen Medien gelingt es, ein weitaus tiefgründiges Bedürfnis anzusprechen: Soziale Bindung. 

Nisha Syed Nasser ist Neurologin. Gemeinsam mit einem Forscherteam unternahm sie im vergangenen Jahr einen weltweit bisher einzigartigen Versuch:

Sie steckte eine Vielzahl ihrer Studenten, die viel Zeit mit Instagram verbrachten, in einen Gehirnscanner. Dort beobachtete sie, was im Gehirn der Probanden passierte, wenn sie sich bei Instagram einloggten und jemand ihre Fotos beispielsweise mit einem „Like“ markierte. 

Das Ergebnis, sagt die Forscherin, lasse sich einfach zusammenfassen:

“Instagram wirkt nicht anders als eine Droge.”

Das Gehirn wird wie durch Nikotin, Alkohol oder Glücksspiel positiv stimuliert. „Diese Glücksmomente prägen sich in die neuronalen Bahnen ein.“ Und das bringe Nutzer dazu, immer und immer wiederzukommen.  

Währung Follower

Auch dein Gehirn betrachtet Instagram somit als Glücksmacher und Mittel zur sozialen Anerkennung. Es bestätigt dir, was du wert bist und was nicht. Die Likes machen den Unterschied. Jeder Follower funktioniert wie ein seligmachendes getretenes Gaspedal in Richtung Dopamin-Ausschüttung – dem biochemischen Glücksbotenstoff in unserem Gehirn.

Anerkennung durch Likes – überhaupt Anerkennung zu erhalten, ist ein grundsätzliches Bedürfnis von uns allen.

Ich möchte an dieser Stelle nur kurz darauf aufmerksam machen, dass jeder von uns Usern dabei ausgerechnet Instagram die Macht gibt, uns und unser Verhalten zu bewerten. Vom passend gezielt eingesetzten Algorithmus will ich hier gar nicht erst anfangen…).  

„Das hast du gut gemacht!“ – „Oh wie toll ist dein neuer Haarschnitt, gut siehst du aus!“ – „Boahr, dein neues Auto ist der absolute Kracher!“ Wer von uns hält sich bei solch einer Anerkennungen die Ohren zu?! Niemand. Nur, dass Instagram & Co durch seine Likes mit diesem Wirkmechanismus ziemlich perfide spielt und dir Wertigkeit suggeriert und eben nicht im sozialen Austausch fungiert.  

Kauf mich, gehöre zur Gruppe und fühle dich wertig(er)

Wir alle lernen u.a. durch beobachtendes Verhalten. Oft ist uns dies noch nicht einmal bewusst. Wir begehren automatisch, was andere begehren und lassen uns nur allzu gerne von sogenannten sozialen Netzwerken vorgaukeln, was das nun sein könnte. Und dabei ist Instagram zu einer Milliardenindustrie geworden.

Der perfekte, dauerfitte Körper, das Haus mit Pool, das leichte Leben, Champagner-Partys ohne Ende, der Genuss des Healthy Foods – ach ja, und ihr solltet die Reisebuchung bitte nicht vergessen… Da hat Instagram gleich prima Vorschläge im Programm: Wie wäre es zum Beispiel, an einem thailändischen Strand im Sonnenuntergang Hand in Hand spazieren zu gehen – wäre das nicht großartig?!   

Instagram sagt dir unter Garantie, was du brauchst, von dem du vorher keine Ahnung hattest. 

Instagram ist der wahrgewordene Traum aller Werbetreibenden

Was sich bei Instagram abspielt, sehen Millionen. Auf den Punkt gebracht: Instagram suggeriert dir deine Wertigkeit und so ganz nebenbei bekommst du die passende Werbung untergejubelt. Wenn du das kaufst/machst, gehörst du definitiv dazu. DU kannst das auch – Chacka! – musste halt nur selbst machen oder wahlweise, ganz einfach und praktisch: bestellen.

Das Ziel von Instagram ist nichts anderes, als dass du möglichst viel Zeit dort verbringst, möglichst viele Accounts abonnierst, um möglichst viele persönliche Daten von dir zu sammeln (prima Side-Effekt), um dir möglichst noch zielgerichtetere Werbung zu senden.

Influencern ist es über Instagram erfolgreich gelungen, ihre eigene Relevanz zu suggerieren – ohne ein besonderes Talent zu haben, außer dauerhaft präsent zu sein. Das komplette berufliche Dasein von Influencern basiert auf der offensiven Inszenierung ihres Privatlebens. 

Instagram schlägt auf die Psyche

Selbstzweifel, ein vermindertes Selbstwertgefühl, Angstzustände, Depressionen:

All das kann Social Media sogar laut einer ziemlich inoffiziellen, aber doch dummerweise an die Öffentlichkeit geratenen, Studie von Facebook auslösen. Wir vergleichen uns ständig, online wie offline.

Was wir in Wirklichkeit brauchen, ist ein Umdenken.

Wir fokussieren zu sehr auf äußere Werte:

  • Ein gutes Aussehen,
  • ein teures Auto,
  • die Markenuhr

Das heißt für viele von uns automatisch Erfolg.

Das sollten wir überdenken.

Erfolg kann bedeuten,

  • erfüllende Beziehungen zu anderen Menschen zu haben,
  • gute Gespräche zu führen,
  • Zeit mit sich und seinen Liebsten verbringen zu können,
  • Unternehmungen zu gestalten,
  • Erfahrungen im realen Leben zu machen,
  • persönliche Ziele zu verfolgen und
  • mit sich selbst und seiner Umwelt im zufriedenen Einklang zu leben.
  • Die Lebensmomente bewusst zu erleben, anstatt sie nur im Bild festzuhalten.

Erfolg kann ebenfalls bedeuten, nicht erfolgreiche Zeiten auszuhalten. 

Australiens Regierung schützt Jugendliche mittlerweile gesetzlich vor zu frühem Social-Media-Konsum. Plattformen wie etwa Facebook, Instagram und TikTok sind erst ab 16 Jahren zugänglich. Überprüfen sollen das die Tech-Konzerne. Ein kluger Schritt, wie ich finde. 

Auch ich habe als Traurednerin NATÜRLICH einen Instagram Account (Ilovefreeeve). Und zwar einen, der meinen (potenziellen) Kunden einen Eindruck vermittelt, wie locker und ungezwungen heute auf eine ganz moderne Art geheiratet werden kann. Zusätzlich zeige ich mich als Person und ein bisschen was aus meinem persönlichen Leben.

Dabei ist Instagram für mich ein Marketing-Instrument, bei dem ich dennoch absolut feinsinnig darauf achte und auch bewusst aussteuere, einen realen und vor allem ECHTEN Eindruck zu hinterlassen.

Die gesunde Lösung im Umgang mit Instagram?! Banal und zugleich genial 

Ein gesunder Umgang mit (a-)sozialen Medien bedeutet, sich zunächst bewusst zu machen, was Schein und was Sein ist.

Mal kurz die Augen zuzumachen und einen Realitätscheck zu machen. Das Gesehene ganz einfach zu hinterfragen und auf Realität in der „normalen Welt“ zu überprüfen. Ein Mensch ab 25 ohne Falten? Gibt’s den wirklich? Oder das komplett sorgenfreie, dauerglückliche Leben? Eine Karriere stets easy, ohne Hürden und Herausforderungen? Ein Mensch ständig healthy und happy? Siehst du da auf Instagram tatsächlich ALLE Facetten eines Menschen/eines Lebens? 

  1. Reflektiere dich selbst, was macht das Konsumierte mit mir als User?  
    Ein praktisches Werkzeug im Umgang mit Social Media Plattformen ist zum Beispiel: 
    Instagram nur noch mit einem aktivierten Timer zu nutzen. Schlichtweg die Nutzungshäufigkeit einzuschränken, sich selbst eine gesunde Nutzungsdauer-Obergrenze zu setzen. Somit das Hochladen, Durchscrollen, Posts & Stories bearbeiten und posten, Likes und Nachrichten checken auf eine gesunde Nutzungsebene zu heben. Fachleute sprechen hier von einer Dauer von maximal 45 Minuten pro Tag. 
  1. Folge keinen, wirklich keinen Profilen, die Negativ-Gefühle oder Druck in dir wecken 
  2. Lege regelmäßig den Realitäts-Check ein. Ertappe dich selbst vielleicht sogar ein wenig in Sachen Beeinflussbarkeit. Mache dir diese Beeinflussbarkeit bewusst. Versuche daraufhin “umzuschalten” und ebenso bewusst auf ein anderes Verhalten, wie den Genuss eines Offline-Momentes zu setzten.

Wie wär´s hiermit? Mal so ganz sozial?

Mama anrufen, ein Buch lesen, echte Freundschaften pflegen, einen echten Sprachkurs mit echten Menschen (nein, nicht online!) besuchen, ab ins Café/Restaurant gehen, ein Ausflug unternehmen (allein oder gemeinsam mit der Familie oder Freunden z.B. in die Natur).

Hach, mir fällt so viel ein – Wie wär´s mal damit? 

Eure Office Queen der STRATEGY PIRATES®,

Judith Baldes

STRATEGIE UNTER DER FLAGGE DER UNSICHERHEIT: WARUM NAVIGIEREN HEUTE DAS NEUE PLANEN IST

STRATEGIE UNTER DER FLAGGE DER UNSICHERHEIT: WARUM NAVIGIEREN HEUTE DAS NEUE PLANEN IST

Ein Blick auf das, was Unternehmen heute wirklich brauchen

Willkommen in der Ära der permanenten Überraschung 

Es gibt Tage, an denen man sich fragt, ob die Welt sich abgesprochen hat, uns alle gleichzeitig in den Wahnsinn treiben zu wollen. Lieferketten reißen, Märkte kippen, neue Wettbewerber tauchen aus dem Nichts auf, Technologien überschlagen sich, politische Rahmenbedingungen ändern sich schneller als man „Regulatorik-Update“ sagen kann – und irgendwo zwischen Homeoffice, New Work und dem neuesten KI-Tool sollen Unternehmen auch noch strategische Entscheidungen treffen, die bitte schön zukunftssicher, robust und ambitioniert sind. 

Klingt anstrengend? Ist es auch.
Aber es ist vor allem eines: die neue Realität! 

Unsicherheit fühlt sich längst nicht mehr wie ein Ausnahmezustand an, sondern ist zum Normalmodus unserer Wirtschaft geworden. Die Polykrise – das Unwort, das eigentlich viel zu nett ist für das, was es beschreibt – mehr als eine Schlagzeile. Sie ist der Rahmen, in dem Strategiearbeit neu gedacht werden muss. 

Doch viele Unternehmen reagieren darauf, als gäbe es noch immer die guten alten Zeiten: Fünfjahrespläne, die schon in Woche zwei bröckeln. Strategiemeetings, die eher an diplomatische Friedensverhandlungen erinnern als an mutiges Entscheiden. Und Risikoanalysen, die so tun, als ließe sich die Zukunft in Excel-Spalten pressen. 

Die Wahrheit ist, wer heute Strategie umsetzten möchte, braucht weniger Kontrolle und mehr Navigationskunst. 

Hier für euch die Fakten, auch, wenn´s vielleicht hier oder da wehtut:

Unsicherheit ist das neue Normal und das ist KEIN Weltuntergang 

Es klingt paradox, aber die Unsicherheit ist nicht das Problem. 

Das eigentliche Problem ist unser Umgang damit. Jahrelang haben Unternehmen versucht, Ungewissheit zu vermeiden – durch immer detailliertere Planung, durch immer mehr KPIs, durch immer robustere Prozesse. Die Zukunft wurde maximal berechnet, prognostiziert und geplant. Genauso wird’s biddeschön und garantiert laufen. Doch je stärker Unternehmende versuchen, Unsicherheit zu eliminieren, desto brutaler holt sie einen ein, wenn sie dennoch auftritt. 

Die Welt wird komplexer – nicht komplizierter.

Komplizierte Systeme kann man steuern. Komplexe Systeme muss man verstehen lernen.  

Dieser feine Unterschied entscheidet darüber, ob Unternehmen überleben oder scheitern. 

Und die Realität zeigt, dass viele Unternehmen diese Dynamik massiv unterschätzen. 
Eine Vielzahl an internationalen Managementstudien der letzten Jahre zeigt immer wieder das gleiche Muster: 

  • Die Mehrheit der Führungskräfte ist überzeugt, dass Marktunsicherheit stark zunehmen wird (die Finanz- und Konjunkturindikatoren deuten darauf hin, dass die Marktunsicherheit in Deutschland aktuell zunimmt. Der ifo-Geschäftsklimaindex liegt trotz moderater Besserung in vielen Monaten oft unter dem langfristigen Durchschnitt, und die Komponente der Erwartungen ist regelmäßig volatiler als die der aktuellen Lage, was auf zunehmende Unsicherheit hindeutet). 
  • Unternehmen fühlen sich darauf strategisch unvorbereitet. 
  • Geschäftsleitungen ist bewusst, dass ihre Strategien bereits kurz nach der Veröffentlichung veralten. 

Was läuft da schief? 

Kurz gesagt: Wir sehnen uns nach Stabilität, leben aber in einer Welt, die diese Sehnsucht komplett ignoriert. 

Warum klassische Strategieprozesse heute scheitern ist so manches Mal spektakulär 

Viele Unternehmen halten noch immer an Strategiemodellen fest, die aus der Zeit stammen, in der Walkmans total cool waren. Einige typische Muster, die uns in der Beratung tatsächlich immer noch begegnen: 

Der 5-Jahresplan: Nostalgie mit Folgekosten 

Es ist fast rührend: Jedes Jahr ziehen sich Managementteams zurück, um eine Zukunft zu planen, die sie nicht kennen, mit Daten, die zu alt sind und Annahmen, die bei Veröffentlichung schon fragwürdig wirken. 

Der 5-Jahresplan ist in einer Welt mit schnellen, nicht-linearen Veränderungen ungefähr so nützlich wie ein Wetterbericht für das Jahr 2030.

Das „Wir brauchen mehr Daten“-Syndrom 

Viele Unternehmen versuchen Unsicherheit durch Überquantifizierung zu bekämpfen. Mehr Daten, mehr Analysen, mehr Tools. Doch auch das ist ein Trugschluss: Daten sagen uns, was war – nicht, was sein wird.

Strategische Reden am Sonntag vs. Realität am Montag 

Das berühmte „strategische Commitment“, das so lange gilt, bis das erste operative Feuer gelöscht werden muss. Strategie zerbricht oft an der Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung. Und Unsicherheit verstärkt diese Lücke.

Konsens statt Klarheit 

In vielen Vorstandsetagen gilt: Was alle gut finden, wird gemacht. 
Problem: In unsicheren Situationen braucht man mutige Entscheidungen – keine weichgespülten Kompromisse.

Die Grundwahrheit: Strategie ist Navigation, nicht Vorhersage 

In einer unsicheren Welt entscheidet nicht der beste Plan, sondern die beste Reaktionsfähigkeit. Das klingt wie ein Buzzword, ist aber zentral.

Strategie ist nicht mehr die Kunst, die Zukunft vorherzusagen.
Strategie ist die Kunst, in einer unvorhersehbaren Zukunft handlungsfähig zu bleiben. 

Und genau hier liegt die eigentliche Revolution. Unternehmen müssen weg von der Idee des „finalen Masterplans“ und hin zu einem Portfolio aus klaren Prinzipien, flexiblen Optionen und kontinuierlichem Lernen. 

Oder in Piraten-Sprech: 
Der Wind ändert sich ständig. Aber wer sein Schiff gut kennt und es beherrscht und schnell lenkt, kommt trotzdem ans Ziel. 

Warum Unsicherheit Unternehmen eigentlich hilft (ja, tatsächlich!) 

Unsicherheit ist nicht nur Risiko – sie ist auch ein gigantischer Wachstumsbooster. 

Warum? 

Weil Unsicherheit die Karten neu mischt.

In stabilen Märkten gewinnen oft die Großen.
In turbulenten Märkten gewinnen die Schnellen, die Experimentierfreudigen, die Kreativen, die Mutigen.  

Studien zeigen, dass Unternehmen, die Unsicherheit als Chance zur Innovation sehen, deutlich stärker wachsen als jene, die in den „Risikoabwehrmodus“ schalten. 

Klingt einfach – ist es aber nicht. Denn um Unsicherheit als Chance zu nutzen, braucht es eine Stärkung genau der Fähigkeiten, die viele Unternehmen nie wirklich entwickelt haben:

  • Agilität,
  • Szenariokompetenz,
  • strategische Kommunikation,
  • Experimentierkultur und
  • eine Führung, die Orientierung gibt, ohne zu kontrollieren. 

Die drei Arten der Unsicherheit, wie man ihnen begegnet und sie strategisch für sich nutzt 

Viele Unternehmen werfen alle Unsicherheiten in einen großen Topf und wundern sich dann, warum sie chaotisch reagieren. Dabei hilft eine simple A/B/C Unterscheidung: 

A) Vorhersagbare Unsicherheit 

Beispiele: Saisonale Schwankungen, Standardmarktrisiken. 
-> Strategischer Umgang: Modellieren, planen, vorbereiten. 

B) Strukturunsicherheit 

Beispiele: Verschiebung von Marktlogiken, neue Technologien, verändertes Kundenverhalten. 
-> Strategischer Umgang: Hypothesen bilden, Optionen aufbauen, Experimente fahren. 

C) Extremunsicherheit  

Beispiele: geopolitische Schocks, unerwartete Innovationen, plötzliche Regulierungsschübe. 
-> Strategischer Umgang: Resilienz, dezentrale Entscheidungspower, Szenarien. 

Wer diese drei Formen unterscheiden kann, kann klüger reagieren. Wer alles als Chaos wahrnimmt, wird zwangsläufig auch chaotisch handeln. 

Was erfolgreiche Unternehmen anders machen: Die Navigationslogik 

Aus unserer Arbeit mit Unternehmen verschiedenster Branchen wissen wir: 
Die Gewinner von morgen zeichnen sich durch fünf strategische Fähigkeiten aus. 

1. Dynamische Orientierung statt starrer Zielbilder 

Sie setzen nicht auf ein einziges Zielszenario, sondern auf ein Set von Leitprinzipien und strategischen Haltungsankern. Diese wirken wie ein Kompass, der auch bei Nebel die Richtung zeigt. 

2. Szenarien statt Spekulationen 

Erfolgreiche Unternehmen entwickeln Szenarien, nicht weil sie wissen wollen, welches eintritt, sondern um bei jedem Szenario handlungsfähig zu bleiben. 

3. Entscheidungsintelligenz statt Entscheidungsflut 

Anstatt täglich neue Prioritäten zu setzen, schaffen sie klare Entscheidungsmechanismen und dezentrale Handlungsspielräume. 

4. Lernschleifen statt Großprogramme 

Anstatt drei Jahre auf ein Transformationsprojekt zu setzen, arbeiten sie mit iterativen Sprints, kontinuierlichem Feedback und einem realistischen Umgang mit Irrtümern. 

5. Strategische Kommunikation statt PowerPoint-Folklore 

Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass eine Strategie nur dann etwas wert ist, wenn sie von den Menschen verstanden und gelebt wird. Keine Folie dieser Welt löst ein Verständnisproblem! Die Devise lautet also z.B. als erstes: Kommunikation!  

Wie man Strategieprozesse neu denkt. Der STRATEGY-PIRATES-Ansatz 

Jetzt wird es für euch praktisch. 

Wir sind nämlich davon überzeugt, dass Strategie heute

  • schnell,
  • mutig,
  • kollaborativ und
  • anpassungsfähig

sein muss.
Ist das nicht gegeben, ist sie schlichtweg KEINE (moderne) Strategie! 

Daraus entstehen drei Kernprinzipien: 

1. Geschwindigkeit vor Perfektion 

Perfektion ist ein Dinosaurier. Geschwindigkeit ist die neue Währung. 
Unternehmen, die in Unsicherheit gewinnen wollen, müssen schneller Entscheidungen treffen und diese auch kurzfristig anpassen können. 

2. Beteiligung als Erfolgsfaktor 

Strategie kann heute nicht mehr im Elfenbeinturm entstehen. Unternehmen brauchen die kollektive Intelligenz ihrer Mitarbeiter, nicht nur die der Vorstandsetage (wobei wir wieder bei der Kommunikation gelandet wären). 

3. Mut zur Klarheit 

Unsicherheit braucht eine klare Haltung. Wer keine Haltung hat, lässt sich treiben. 
Wer eine Haltung hat, navigiert! 

Psychologie der Unsicherheit:

Warum Menschen Angst haben und wie man von der Unsicherheit in die Produktivität kommt 

Es gibt einen einfachen Grund, warum die Unsicherheit in Unternehmen Stress erzeugt: 
Das menschliche Gehirn liebt Sicherheit, Planbarkeit, Stabilität. Und es ist zudem am liebsten im Energiesparmodus unterwegs und schreit entweder zum Protest laut auf: „es wird hier nichts verändert!“ oder verfällt in eine Art Freeze-Modus.  
 
Doch Unternehmen bestehen aus handelnden Menschen – und deshalb ist der Umgang mit Unsicherheit immer auch ein psychologisches Thema.

Führungskräfte, die Unsicherheit in Produktivität umwandeln wollen, brauchen drei Fähigkeiten: 

  • Rationalisieren und Problemerkundung („Was wissen wir?“) 
  • Emotional stabilisieren („Wir sind handlungsfähig.“) 
  • Motivieren („Wir nutzen die Chance.“) 

In unseren Projekten erleben wir immer wieder, dass die beste Strategie nichts hilft, wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie ihnen entgleitet. Zudem lernt die Führungskraft die passenden Führungs- und Analysefähigkeiten nicht in der Uni.

Das Märchen von der perfekten Datenbasis – und warum sie völlig überbewertet ist 

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „Wenn wir nur genug Daten hätten, könnten wir bessere Entscheidungen treffen.“ 

Nein!

Daten helfen – aber sie ersetzen nicht das Denken. Vor allem nicht das strategische Denken. 

Daten zeigen Muster der Vergangenheit. Strategie zielt wiederum auf Muster der Zukunft.
Der Rest ist

  • Mut,
  • Kreativität,
  • Urteils- und Umsetzungskraft. 
     

Eine kurze, provokante Wahrheit zum Schluss 

Viele Unternehmen scheitern nicht an der Unsicherheit. Sie scheitern an ihrer Angst davor. 

Unsicherheit ist kein Feind. Sie ist ein Ist-Zustand. Eine klassische Ausgangsbasis. Sie ist Tatsache und ein Gefühl zugleich, beides hat Berechtigung und bedarf einer Annahme.  

Unsicherheit bietet ein buntes Spielfeld, auf dem sich entscheidet, wer in Zukunft relevant bleibt. Und die gute Nachricht ist: 
Jedes Unternehmen kann lernen, unter der Flagge der Unsicherheit zu navigieren. 

  • Mit den richtigen Methoden.
  • Mit klaren Entscheidungen.
  • Mit mutigen Menschen.
  • Und mit einer Strategie, die sich wendig anpasst, statt zusammenzubrechen. 
     

Zukunftsfähigkeit bedeutet: Unsicherheiten managen und einen guten Umgang mit ihnen zu finden  

Unternehmen, die heute erfolgreich Strategiearbeit betreiben, wissen, dass

  • nicht das Wissen entscheidet, sondern die Fähigkeit.
  • nicht die Kontrolle gewinnt, sondern die Klarheit.
  • Und auch nicht die Sicherheit, sondern die Navigation die Geschwindigkeit zum Ziel bring. 

Wir leben in einer Welt, die sich schnell verändert. Ja – das ist so. Aber das ist keine Drohung. 
Das ist eine Einladung. Eine Einladung, Strategie endlich so zu verstehen, wie sie gemeint ist: 
Als mutige, partizipative Gestaltung der Zukunft. Nicht als starrer Plan – sondern als lebendiger, sich entwickelnder Prozess. 

Die Zukunft wird unberechenbar. Wir freuen uns darauf!

Judith Baldes

Warum wir STRATEGY PIRATES® JAZZ lieben! 

Warum wir STRATEGY PIRATES® JAZZ lieben! 

…und gerne Kultur unterstützen! 

Am kommenden Samstag (15.08.2026) ist es wieder so weit. Den bisherigen Bleistifteintrag in euren Kalendern könnt ihr nun mit einem fetten, roten Edding plus Ausrufezeichen nachzeichnen. In der Rubrik Musik/Konzerte präsentieren wir euch gemeinsam mit dem Veranstalter Trintla Cultura e.V.:



In diesem Jahr mit:

COSMO KLEIN & THE CAMPERS!


We love JAZZ!

Warum wir STRATEGY PIRATES® “in Kultur” machen, ist ziemlich einfach erklärt. Allerdings haben unsere Beweggründe natürlich, wie so oft im Leben, nicht nur den einen Faktor, wie zum Beispiel den großen Genuss von fantastischer Musik. Nein, für uns ist HEIDEJAZZ! wahrhaftig mehr. Als Helfer & Kultur-Sponsor bedeutet uns die Unterstützung an HEIDEJAZZ! nämlich ein prinzipielles “FÜR”.

Kultur zu fördern, heißt für die STRATEGY PIRATES® ganz gezielt einen Raum FÜR Zusammenkunft zu schaffen. FÜRsprache – ausgedrückt im Miteinander und umrahmt von einem herausragenden, musikalischen Erlebnis. FÜR das momentane und zukünftige Zusammenspiel. FÜR das Netzwerk. FÜR den Austausch. Eben FÜR den gemeinsam erlebbaren Genuss, FÜR geteilte Emotionen und zudem FÜR die regionale Förderung!

Stimmigkeit im Zusammenspiel

Dabei sehen wir das Band zwischen Kultur & Unternehmertum in unserer Region als ein gut Geknüpftes. Und zudem sehen wir Parallelen: Haben Musiker, egal ob Band oder Orchester, nicht auch ziemlich viel mit einem Unternehmen zu tun? Ist eine Band oder ein Orchester nicht auch denkbar einfach mit einem gutgestimmten Team zu vergleichen, das ein hervorragendes Ergebnis bringen wird?

Der Charakter einer solchen Formation lässt sich nämlich mit Leichtigkeit mit einem sensiblen sozialen System, wie dem einer Belegschaft gleichsetzen. Beim gemeinsamen Musizieren achtet jeder auf jeden, nicht anders verhält es sich im besten Falle im Unternehmen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber möchten Personen einstellen, die die notwendigen Fähigkeiten und Eigenschaften für die Besetzung einer Stelle mitbringen, leistungsbereit sind und die Wertvorstellungen des Unternehmens teilen.

Im besten Fall bereichern sie das Unternehmen mit neuen Perspektiven – nach nichts anderem streben die gemeinsam musizierenden Musiker und Musikerinnen. In beiden Fällen kann die unstimmige Personalauswahl zu systematischer Benachteiligung (und/oder schrägen Tönen 😉) führen.

Weiterer Faktor: Wie auch in betrieblichen Zusammenhängen ist die Fähigkeit des Zuhörens und ein hohes Maß an Teamfähigkeit für das erfolgreiche Zusammenspiel unerlässlich.

Von Musikern lernen

Einzelunternehmer agieren anders als Mittelständler. Der Solist anders als das Orchester.

Besonders dort, wo viele verschiedene Töne ein Ganzes, ein Großes, ergeben sollen, gilt das Credo: Im höchsten Maße im Auswahlverfahren der Musiker oder des Unternehmenspersonals auf das gemeinsame gewünschte Zusammenspiel zu achten. Weg von der willkürlichen Personalauswahl nach Lebenslauf hin zur Ensemble-Bildung mit dem Blick auf das große Ganze. Wer wäre das “Perfect Match” und wer scheint wohl eher die Fehlbesetzung für das Team zu sein?

STRATEGY PIRATES® sind Teamplayer, wie COSMO KLEIN

Der Multi-Instrumentalist COSMO KLEIN ist selbst ein weltweit gefragter und preisgekrönter Musiker. So bringt er international gefragte Acts zusammen, um mit ihnen zu musizieren. Mit seiner außergewöhnlichen Stimme, mitreißenden Bühnenpräsenz und einem Sound zwischen Funk, Soul, Pop und Groove begeistert Cosmo Klein seit vielen Jahren sein Publikum weit über die deutschen Grenzen hinaus.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir den Ausnahmekünstler COSMO KLEIN für HEIDEJAZZ!! am 15.08.2026 in Trelde (bei Buchholz in der Nordheide) gewinnen konnten!!


Am Samstag wird´s groovy!

Der Abend steht ganz im Zeichen von Soul, Funk und purer Live-Energie!

Freut euch auf einen Abend voller Lebensfreude, erstklassiger Livemusik und echter Festivalstimmung. „Cosmo Klein & The Campers“ stehen für handgemachte Musik, starke Grooves und jede Menge Spaß – Musik, die direkt in die Beine geht und den Sommerabend unvergesslich macht.

📅 Samstag, 15. August 2026, Uhrzeit: 20:00 Uhr

📍 Schützenplatz Trelde, Bundesstrasse 40, Buchholz in der Nordheide


Größere Karte anzeigen

Kommt vorbei, bringt Freunde mit und feiert mit uns HEIDEJAZZ! – einen Abend voller Musik, Kultur und besonderer Begegnungen.

Wir freuen uns auf einen großartigen Sommerabend mit Cosmo Klein & The Campers!

The spirit of JAZZ is the spirit of openness!

Bis Samstag,

Steffen Moldenhauer


P.S.: Tickets gibts an der Abendkasse und unter anderem noch bei der Empore in Buchholz

Willkommen im Zelt!

Willkommen im Zelt!

Kritik-Kultur nach der Projektarbeit und ein Lexikon für mich bitte 

Es war einmal in Amerika. Once upon a time… Da hatte ein schlauer Onkel vom Militär die Idee, echte Projekt-Teams zu builden – ähm, ich meine zu bilden (verzeiht, aber bei den ganzen Anglizismen, die mir in der Arbeitswelt da draußen über den Weg laufen, bräuchte ich dringend ein Nachschlagewerk. Gibt’s sowas? Das große Lexikon der Unternehmens-Anglizismen, das brauche ich! Ich persönlich mags ja viel lieber einfacher, so Klartext-mäßig wie bei den Strategy Pirates, aber das wisst ihr ja schon. 

Wie dem auch sei, ich schweife ab. Schließlich wollte ich doch über die Geschichte vom schlauen Militär-Onkel schreiben. Hat aber auch was mit Klartext-Reden zu tun und zudem hatte der Onkel nämlich mit einem echten Hierarchie-Problem bei seinen Projekten und Aufträgen zu kämpfen (also, nicht er selbst, sondern nur sein Team – hört, hört!). Schließlich waren alle seine Leute dazu angehalten und gedrillt in ihrem Leistungsdenken auf Vorgesetzte und deren Vorgesetzte zu hören, im Nachgang möglichst wenig produktive Kritik zu üben. Dabei heißt es doch nicht ohne Grund #Manöverkritik, oder?  

Das hatte zur Folge, dass viele Dinge in der Truppe vom Militär-Onkel zwar so, wie gesagt, umgesetzt wurden, aber sie wurden eben auch umgesetzt, wenn´s vielleicht mal nicht so sinnvoll war oder nicht zielführend. Augen zu und durch. Und ebenfalls war´s dann mit der kreativ- mitgestaltenden Denke der Soldatenmannschaft schlecht bestellt. Eigene Lösungen zu finden oder mal Tacheles zu reden, fiel nach oben gerichtet besonders schwer. Und so suchte Onkel Jo, so hieß der Onkel vom Militär, nach neuen, innovativen Wegen. Nach einem guten, einem erwachsenen, selbstverantwortlichen Weg, eben weg vom Kuschelkurs oder aber den knallharten Ansagen – hin zu einer gutorganisierten Struktur, in der sich ein Team vollkommen und vor allem transparent, sowie kritisch nach dem Ende eines Projektes oder Einsatzes entfalten und einbringen kann. Er suchte gezielt nach dem Königsweg der Wirkrichtungen – zwischen Top-down und Bottom-up. 

Der Weg nach Vorn geht zunächst zurück
 

Das Stichwort lautet #Retrospektive. Das sind Teamtreffen, deren Ziel es ist, aus der Vergangenheit zu lernen. „Retrospektiv“ bedeutet „rückblickend“. Die Teammitglieder schauen also gemeinsam zurück und bewerten, was gut und was schlecht in ihrem Projekt gelaufen ist. Sie analysieren im Nachgang mit Lupenblick, warum genau Dinge in ihrem Projekt gut liefen oder warum sie von den Erwartungen abwichen, um so Maßnahmen zur Verbesserung zu formulieren und zukünftig andersartig anzugehen. Retrospektiven sind im agilen Workflow (im Lexikon unter „W“ 😊) so richtig wichtig – genau da lernst du nämlich ordentlich was!  

Und das wusste auch Onkel Jo. Er traf sich mit seiner Mannschaft im Nachgang zu Einsätzen in einem Zelt, um darin eine Team-Retro im geschützten Raum abzuhalten. Allerdings veränderte er für seine Retrospektive eine klitzekleine Stellschraube im System. Seine Geheimzutat zum Retro-Erfolg sozusagen: Vor Eintritt in das Zelt wurden allen Anwesenden die Rangabzeichen abgenommen, so dass alle offen, klar, direkt und ungeachtet der Hierarchie sprechen konnten. 

Kritik fällt bei gleichgesinnten Verhältnissen leichter
 

Jedes Verhalten (also auch das unterlassene Verhalten), jede unserer Handlungen hat Konsequenzen. Gute, wie schlechte. Da hilft es nichts, sich gegenseitig mit Wattebäuschchen zu bewerfen. Gemeinsam Klartext auf Augenhöhe zu reden, ist auch für uns von Strategy Pirates Alltag, und zudem nach jedem Projektabschluss, egal ob intern oder bei unseren Kunden zwingend fällig. Warum? Ganz einfach: keines, wirklich keines der Projekte unserer Kunden läuft 100%-tig so, wie es ursprünglich prognostiziert war. Da mussten zum Beispiel zeitliche Bedingungen angepasst, Manpower erhöht, Überstunden geleistet, Zwischenmenschliches geklärt werden. Es gab Rückschläge und Hindernisse. Es gab zwei Schritte nach vorne und manchmal einen zurück, es gab Wendungen und Überraschungen. Rückblickend gibt es also in jedem Projekt gute Steps und Steps, die sich für die Zukunft verbessern ließen. 

Sich nach Projektabschluss angemessen und zeitnah auf Augenhöhe zu kritisieren, hat unter allen gleichgestellten Kollegen unschätzbare Vorteile: Man staut seinen Ärger nicht auf, man nimmt ihn nicht mit nach Hause, man spricht nicht zunächst mit Menschen, von denen man glaubt, dass sie die zweite Tröte in der Hand haben oder gar ins gleiche Horn blasen. Ist das der Fall, geht nämlich schnell unter, was im Projektverlauf sehr gut lief und was man an seinen Kollegen und deren Arbeit schätzt. Und natürlich fällt auch völlig unter den Tisch, was bei dem Projekt hätte verbessert werden können – was eben schlichtweg dumm gelaufen ist. 

Erfolgreich in einem Projekt zu sein bedeutet nicht, keine oder weniger Probleme zu haben, im Gegenteil: Probleme sind eine Konstante im menschlichen Leben. 

Der Weg zum Projekterfolg gleicht somit einer Straße, die dicht an dicht mit Problemen gepflastert ist. Ein großer Verhinderer des Erfolgs ist die schlechte Angewohnheit, vor Problemen davonzulaufen, sie totzuschweigen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Diese Themen sich laufend während und besonders nach Projektabschluss bewusst zu machen, dazu im Projektteam auf Augenhöhe, ehrlich und ungeschönt im Austausch zu sein – ist sicherlich nicht „the easy way of living“, aber dafür der Lohnendste. 

Success doesn´t just come and find you.
You have to go out and find it, even if it´s hurt.

Quelle: unbekannt

Leute, ich muss los. Zelt aufbauen, #wTT (unser internes wöchentliches Tacheles-Treffen) anberaumen und danach im großen Lexikon der Unternehmens-Anglizismen stöbern, damit ich die andere Arbeitswelt da draußen ebenfalls verstehe, you know.

Eure Office Queen der STRATEGY PIRATES®

Judith Baldes 

P.S.: Das Beitragsbild wurde mit KI-Unterstützung generiert

Du, Deutschland, du hast da diese tiefe Sorgenfalte auf der Stirn…     

Du, Deutschland, du hast da diese tiefe Sorgenfalte auf der Stirn…     

Wie Unternehmen sorgenfrei(er) durch die angespannten Zeiten kommen können 

Okay. Der Titel dieses Artikels ist eindeutig unsexy. Das wissen wir. Dennoch wagen wir als Unternehmensberatung mit empathisch-gerunzelter Stirn den Blick auf das Sorgenkind des Konsumbarometers des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Es besagt, dass der Index auf dem Niveau des Vormonats verharrt, als ob er rufen möge: „Es wird hier nichts verändert!“  

Die Stimmung und die Bereitschaft der Verbraucher und Verbraucherinnen Anschaffungen zu tätigen, bleibt unverändert niedrig und unmotiviert. Es ergibt sich eine weitere Verschiebung vom Konsum hin zum Sparen. Unsichere Zeiten. Rezension-Sorgen, geopolitische Unwägbarkeiten und die Teuerung im Dienstleistungssektor bremst die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung – das lässt schon mal den stärksten Bitcoin in die Knie gehen, das Sparbuch wachsen und die Sorgenfalte tiefer im Gesicht eingraben. Der Einkaufsbeutel bleibt leer, das Konto bitte möglichst voll. Besser ist´s, man weiß ja nie, was noch so kommt… Die Nachrichten von VW und Co. bieten da auch keine wirkliche Verbesserung der Stimmung. Ganz im Gegenteil: Sie erhöhen die Angst vor der (notwendigen) Veränderung. 

Eine möglichst erlösende Meinung der Konjunkturforscher ist derzeit heiß gefragt. Politiker, Medien, Unternehmer und Arbeitnehmer möchten schließlich dringend wissen, wie es mit der wirtschaftlichen Entwicklung weitergeht, wann die Krise nun endlich überstanden ist und wann die Wirtschaft wieder zu wachsen beginnt.  Genaue, verlässliche Vorhersagen wären toll – die gibt es allerdings nicht und stets werden getätigte Aussagen korrigiert. Wirtschaft ist Wandel, Wirtschaft lässt sich nicht exakt vorhersagen und wünschen kann man sich ja Vieles… 

Wir von der Unternehmensberatung STRATEGY PIRATES® folgen (nicht nur) in diesem Jahr dem Motto: “Wir sind hier nicht bei ‚Wünsch dir was‘, sondern bei ‚So isses‘!” Wir arbeiten stets mit den Gegebenheiten und IST-Situationen unserer Kunden und Kundinnen. Wir möchten es genauer wissen und haben abseits von Zahlen und wilden Prognosen recherchiert. Wie ist denn so deine Stimmung, Deutschland? 

Die Krisen der Welt kommen stimmungsmäßig nun vollends beim Verbraucher, aber auch bei unseren Betrieben an. 

Befragte Verbraucher und Betriebe verkünden, ihre Sparanstrengungen sogar noch zu intensivieren – sicher ist sicher. Dabei bildet das Konsumbarometer übrigens nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten. Steffen Moldenhauer, Geschäftsführer der Unternehmensberatung STRATEGY PIRATES®: „Die STRATEGY PIRATES® nehmen solche Stimmungen ganz bewusst wahr und räumen ihnen eine hohe Priorität ein. Am Puls der Zeit zu sein, ist schließlich unser Job. Was kommt, was geht, was ist.” 

Angst beeinflusst die Motivation der Kaufenden 

Die durchwachsene konjunkturelle Lage und die zunehmende Arbeitslosigkeit verstärken den Trend zum Sparen „á la Mutter der Porzellankiste“ weiterhin. Die Sorgenfalten graben sich tiefer in deutsche Gesichter ein. Konsumierende tendieren zu anhaltend niedrigem Konsum. Selbst die Gehaltserhöhung wandert derzeit auf die hohe Kante. Wo früher die Payback-Karte glühte, wird heute zunehmend aus Sicherheitsgründen gebunkert. Ein Plus-Impuls für den privaten Konsum ist daher in den nächsten Wochen nicht zu erwarten. Wie gesagt, echt unsexy, aber so sind die Fakten. Da schreit ja keiner „Juchuuu!“.  

Was heißt das nun für Unternehmerinnen und Unternehmer?
Was heißt das für unsere Kundinnen und Kunden?  

Als erstes sollte klar sein, also faktisch klar, wo das Unternehmen tatsächlich steht. Dazu reicht ein Blick ins Zahlenwerk. Und wie gesagt, auch hier gilt: Wir sind hier nicht bei „Wünsch dir was”, sondern bei „So isses!” 

Es nutzt niemandem, die beschönigende rosa-rote Brille aufzusetzen, vielmehr sind Unternehmenslenker und Führungskräfte gefordert mit bestehenden Fakten zu erkennen, zu akzeptieren und mit diesen zu arbeiten. 

Zur eigenen Grob-Betrachtung des IST-Zustands Ihrer Unternehmung gibt es auch unseren Unternehmensschnellcheck, der auf dem IDW S6-Standard beruht und in der die Fortführungsprognose für ein Unternehmen ermittelt wird.

Überschätzen Sie auf gar keinen Fall Ihre bisherigen Erfolge, nichts bleibt, wie es ist – ordnen Sie sie realistisch ein. Reflektieren Sie zudem selbstkritisch, worauf Ihr bisheriger Erfolg basiert. Wo stehen wir derzeit, wo wollen, bzw. wo können wir hin? 

Gibt es vielleicht neue Märkte, die erschlossen werden können oder neue Produkte auf Basis des Bestehenden? 

Steffen Moldenhauer bringt es auf den Punkt:

„Neulich habe ich ein T-Shirt gesehen, darauf der Aufdruck ‚Aus Kartoffeln kannst du Chips, Auflauf, Bratkartoffeln, Bügelstärke und sogar Wodka machen – JEDES Gemüse sollte sich ein Beispiel daran nehmen!‘. Genau diese Denke braucht der Unternehmende in Krisenzeiten.” 

Es gilt, sich bei schwankenden Böden breitbeiniger aufzustellen. 

Machen Sie sich, wenn der Wind von vorne kommt, nicht von einem einzelnen Kunden abhängig. Scheuen Sie in rezessiven und stagnierenden Zeiten die „Ausnahmslosigkeit” in jeglicher Form – machen Sie sich nicht von einem Lieferanten/Kunden abhängig. Bilden Sie Rücklagen. Ja, richtig gehört: Sparen auch Sie, wenn Sie keine Rücklagen (mehr) haben. Die nächste Investition wartet auf den wachen und handlungsfähigen Geist. 

Wissen Sie um Ihre Stärken, was Sie können und was Sie eben nicht gut leisten können. Beschönigen Sie nicht die Lage. Seien Sie realistisch. Pflegen Sie eine radikale Kostenkontrolle, denn in dieser anspruchsvollen Zeit gilt für die Finanzverantwortlichen: „Eine Hand auf den Bestellungen und die andere Hand auf der Kasse. Da bleibt keine Hand frei, für die Unterschrift unter unnötige Aufträge.“ 

Achten Sie in Ihrer Marktausrichtung auf den Mehrwert, achten Sie darauf, welches Produkt oder welche Dienstleistung für Ihre Kunden einen Mehrwert schaffen wird. 

Wenn sich die Vorzeichen ändern, gibt es gute Argumente um entspannt(er) am Ruder zu stehen. Die nächsten Schritte könnten sein: 

  • Stärkung der Marktposition  
  • Erschließung strategischer Zukunftsfelder 
  • Positionierung am Markt 
  • Tätigung zukunftsweisender Investitionen  

Sie brauchen in einem oder mehreren Geschäftsfeldern konkrete Unterstützung? Gerne(!) und bitte persönlich vor Ort in Ihrem Unternehmen. Unternehmensberater Steffen Moldenhauer STRATEGY PIRATES® analysiert im Detail, welche Chancen es auf Ihren nächsten Erfolg gibt. 

“In stürmischen Zeiten gehört Vielfalt zur Standfestigkeit.”

Quelle: STEFFEN MOLDENHAUER STRATEGY PIRATES®

Last but not least: 

Sparen bedeutet nicht, dass man alle Kosten einfach rasiert. Es wurden schon zu viele Unternehmen durch kopfloses Sparen aus dem Markt und damit in die Bedeutungslosigkeit bzw. in den Ruin gespart. 

Sparen bedeutet, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren und den Rest sehr kritisch zu prüfen und vorhandene Mittel gezielt einzusetzen. 

Machen Sie den Unternehmensschnellcheck. Bei weiteren Fragen ist das Berater Team der STRATEGY PIRATES® gerne für Sie da!

P.S.: Das Beitragsbild wurde mit KI-Unterstützung generiert

Ein Wau zwischen vielen BlahBlahs   

Ein Wau zwischen vielen BlahBlahs   

Wie ein Hund im Büro ganz ohne Worte zum Super-Kommunikator werden kann 

Leise und rhythmisch völlig im Takt schnarcht mein alter Arbeitskollege Mo neben meinem Schreibtisch. Jetzt wundert euch nicht. Mo, das ist kein Mensch, sondern unser Bürohund bei den STRATEGY PIRATES®.

Und sein Schnarchen? Nun, ich lieb`s einfach. Und Mo liebt das Schlafen neben mir auch. Logisch. Wir beide befinden uns zwar bei der Arbeit und doch momentan in einer unausgesprochenen Harmonie. Strahle ich Ruhe, Gelassenheit und Selbstbewusstsein aus, bedeutet das für Mo, dass die Umgebung sicher ist. Schnarcht der Hund, lässt mich das wiederum sehr ruhig werden, weil ich weiß, dass es ihm gut geht…

Alles entspannt – das ist ja so gesehen auch eine schöne Arbeitsaufteilung: ich schreibe, er schnarcht. Wir beide bekommen richtig was geschossen – ich textlich, er wahrscheinlich von Knochen träumend.

Aber nicht nur Entspannung nehmen Hunde wahr und reagieren unmittelbar darauf. Eine Reihe neuer Studien zeigt: Hunde können nicht nur anhand des Verhaltens ihres Menschen dessen Gefühle wie Angst, Aufregung und Wut erkennen – sie lassen sich sogar von ihnen anstecken.

Unser Mo hat eindeutig diese instinktive Empathie, und zwar ohne ausschweifende Laberei. Zudem hat er die Fähigkeit sich auf sein jeweiliges Gegenüber und dessen Bedarf einzustellen. Mo ist auch derjenige, der in turbulenten Teamsitzungen als “Profi-Ruhe-Pol“ selbige in den Karton bringt. In den Teams unserer Kunden wird bemerkenswert weniger hitzig diskutiert – schließlich ist Mo ja da. Nicht selten lockt er zudem die introvertierten Team-Mitglieder aus der Deckung.

Mo fungiert oft bei unseren Kunden als Coach. Als Feelgood-Manager, Best Buddy, Kräcker-Checker, wahlweise auch als Super-Digger. Mo ist als trainierter Vierbeiner mit einem Augenaufschlag in der Aufrisszone.

In seinem grauen Edel-Look (kurzes, samtiges Fell mit Knopfaugen – fehlt eigentlich nur noch der Knopf im Ohr) spaziert er – natürlich völlig wortlos – im Coaching von Teammitglied zu Teammitglied. Schnuppert, verweilt, geht weiter, stupst Hände. Mo erkennt Dynamiken in Beziehungen, welche wir in Teamcoachings prima nutzen können.

Teamplayer Hund 

Zurückführen lässt sich all dies darauf, dass sowohl der Hund als auch der Mensch absolut soziale Wesen sind. Mensch und Hund arbeiten zudem schon seit Jahrtausenden hochqualifiziert als Team. Frag den Schäfer, frag den Drogenfahnder, frag den Jäger, den Blinden oder den Rettungsdienst-Menschen. 

Und ja. Nicht nur unser Mo – Hunde machen was mit dir. Ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Der Körperkontakt mit Mo senkt – auch bei unseren Coaching-Teilnehmern – das Stresslevel und erhöht die Produktion des sogenannten Kuschelhormons Oxytocin. Und das Streicheln eines Hundes senkt sogar den Blutdruck und reguliert den Blutzucker-Spiegel. 

Mo hat in seinem Zeugnis eine Eins mit Sternchen in “Gelassenheit verbreiten”. Er sorgt für eine entspannte Atmosphäre – und hey, wir alle wissen, um wie viel wir alle automatisch mehr geben mögen, wenn wir völlig frei, locker und entspannt sind. Im Beisein von Mo habe auch ich eindeutig eine höhere Konzentrationsfähigkeit. 

Die Zusammenarbeit mit Mo lässt uns STRATEGY PIRATES® Skills nutzen, die wir im (beruflichen) Miteinander brauchen. Wir haben die Gelegenheit, unser Interagieren zu hinterfragen und bekommen es von Mo wortlos gespiegelt.

Ein Hund bietet im Coaching eine zusätzliche, hochsensible Reflexionsfläche

An Mo´s Ohrenspiel kannst du leicht erkennen, ob im Team noch Klärungsbedarf ist, schließlich reagiert er auf feinste Veränderungen in der Körperhaltung seines Gegenübers. Erfahrungsgemäß fällt es Menschen in Führungspositionen mitunter leichter, das „Feedback“ eines Hundes als Reflexionsanstoß anzunehmen, als das eines Kollegen oder eines Mitarbeitenden.

All das und noch viel mehr… 

Mo sorgt auf natürliche Art für Zusammenhalt im Team. Dies belegt sogar eine Studie der Central Michigan University, die herausstellt, dass ein Hund als Coach das Vertrauen und den Zusammenhalt zwischen den Teammitgliedern signifikant verbessern kann. Falls es in deinem Team knirscht und knackt, ist Mo ein hervorragender Ansprechpartner. Völlig ohne Worte.  

Unser Mo fungiert als Coaching-Hund einfach von vorneherein als passender Team-Kleber, und bringt ebenfalls Abwechslung in die Runde. 

Und ja, so ein Büroalltag eines Teams kann oft sehr eintönig und eingespielt sein. Dann ist es eine gern gesehene Abwechslung, wenn man sich mal nicht nur mit dem üblichen Krempel beschäftigen muss, sondern auch mal in einer komplett anderen Thematik arbeiten kann. Also, wenn es stressig in der Team-Sitzung oder im Großraumbüro zugeht, einfach mal herunterbeugen und (falls unser Mo nicht da sein sollte) mit den eventuell anwesenden Bürohunden schmusen!  

Hach, ich könnte noch stundenlang über unseren Coaching-Hund schreiben. Dabei ist Mo`s Welt überraschend einfach. ICH wiederum bin in meiner Denke oft zu kompliziert. Er hilft mir, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auch, wenn er stumm neben meinem Schreibtisch steht und meine Aufmerksamkeit sucht, heißt das nichts anderes als: “HEY – mich gibt´s auch noch, mach doch mal ne Pause und dann geht´s wieder schwungvoll weiter!” Das funktioniert mächtig gut, lasst euch das gesagt sein.  

Aber, wisst ihr was? Machen wir jetzt besser einen Strich unter all das Formulierte, sonst schreibe ich hier nachher tatsächlich noch stundenlang weiter….  

„Der Hund ist die einzige Tierart,
die sich an den Menschen angepasst hat,
um mit ihm als sozialem Partner zusammenzuleben.“

Quelle: Verhaltensforscher Ádám Miklósi

Fazit 

Willst du als Führungskraft wissen, wie es um die Stimmung deines Teams bestellt ist, frag unseren Mo. 

…und so freue ich mich auf Mo`s Einsatz bei euch, bei leisem Schnarchen im Hintergrund und beende diese kurzen Dog-Exkurs erfüllt, entspannt und happy, .   

Eure Office Queen der STRATEGY PIRATES®

Judith Baldes