“Glück ist wie Pupsen. Wenn man versucht, es zu erzwingen, kommt Scheiße dabei raus.”

Johann Wolfgang v. Goethe

Ganz im Sinne unserer Absage an den Perfektionismus erlauben wir uns ein noch nicht zu 100% verifiziertes Zitat. Ausgehend von der Tatsache, dass wir “Lecket mich im Arsch!” Wolfgang Amadeus Mozart zu verdanken haben, können wir uns trotz löcheriger Quellenlage gut vorstellen, dass Johann Wolfgang von Goethe sein Gefallen an unserem Impuls gefunden hätte – sofern das Zitat nicht sogar tatsächlich von ihm selbst stammt!

Wer dem Kanal der StrategyPirates® folgt, der dürfte inzwischen festgestellt haben: es geht nicht selten ums #Loslassen, ums #Umdenken, ums #Offenbleiben all diejenigen Dinge, die tendenziell eher außerhalb der eigenen #Komfortzone passieren. Diese thematische Tendenz hat abgesehen von einer gewissen Dringlichkeit – #Flexibilität ist in der #Krise schließlich wichtiger denn je – auch ganz persönliche Gründe: Wir wissen aus eigener, schmerzvoller Erfahrung, wie sich ein – sagen wir es liebevoll – stark ausgeprägtes #Kontrollbedürfnis auf unser Leben und unsere Arbeit auswirken kann.

Ziele sind wichtig!

Insbesondere jedwede Art von unternehmerischer Tätigkeit ist ohne Vision und klare Zielsetzung nicht denkbar. Wir sind eigenständig (“selbst und ständig”). Wir selbst müssen uns antreiben, denn keiner tut es für uns. Und auch auf’s Privatleben übertragen macht diese #proaktive Herangehensweise Sinn: Gutes erfordert mehr Energieaufwand. Schlecht werden Dinge von selbst. Zukunftsziele sind also gut.

Unsere Glücksvorstellung jedoch ist häufig so sehr an bestimmte Zielvorstellungen gebunden, dass wir davon ausgehen, das #Glück werde sich beim Erreichen des jeweiligen Ziels automatisch einstellen. So rückt es effektiv in die Zukunft.

Glück ist allerdings immer gegenwärtig. Manchmal – ja – auch vergangen, aber prinzipiell nur im Präsens erfahrbar. Bis ich am Ziel ankomme, bin ich nämlich sehr wahrscheinlich ein anderer Mensch mit dem nächsten Ziel schon vor Augen.

Glück zu planen ist also, mit Verlaub, Blödsinn.

 

Aber wie Glück im Moment erfahren?

Schritt 1: Lesen Sie Eckhart Tolle und nehmen Sie ihn ernst.

Schritt 2: Dieser ist für die pragmatischeren unter Ihnen und wie das obige Zitat bereits blumig andeutet: Loslassen lässt sich trainieren!

Atmen Sie komplett aus (nicht erst ein!) und zwar bis Ihnen die Rippen schmerzen und alle Restluft aus den Lungen ist. Lassen Sie jetzt den Bauch los und die Luft dann durch die Nase wieder einströmen.

Ist es nicht großartig, wie weit die Luft Ihren Rumpf dehnt und entspannt?!

Jetzt schauen Sie sich um: Nehmen Sie Ihre Situation bewusst komplett so an wie sie ist. Nehmen Sie sie aktiv großzügig hin. Das Stichwort hier lautet #Akzeptanz.

Jetzt hadern Sie nicht mehr mit ihr. Es sind keine Fragen mehr offen. Sie darf sein.

Atmen Sie jetzt noch einmal durch und fragen Sie sich höchstens: was kann ich positiver beurteilen? Wie kann ich dazu beitragen, die Lage für alle freudiger zu gestalten; wie sie entspannen? Vielleicht hat jemand sie gekränkt oder war respektlos Ihnen gegenüber? Vielleicht kommt es Ihnen auch nur so vor, fühlt sich so an, obwohl Sie unsicher sind, warum. Auch das ist O.K. Wie können Sie nun verständnisvoller, liebevoller, großzügiger sein? Zu den anderen, die Sie umgeben und unbedingt auch zu sich selbst?

So sagen Sie sich los von dem Bedürfnis, kontrollierend einzuwirken, schwingen mit der Stimmung statt gegen sie und erleichtern Ihr eigenes Gemüt und das Ihrer Mitmenschen. Mehr liegt nämlich in Wahrheit nicht in Ihrer Macht.

Wiederholen Sie diese Übung drei-dreihundert Mal täglich und schon sehr bald werden Sie Glück wahrnehmen, wo es Ihnen zuvor entgangen ist. Und sich nebenbei ein ganzes Stück “mächtiger” fühlen.

Der Muskel wächst mit seinen Aufgaben.

(Wir müssen es wissen. Als krisenerprobte Seefahrer durften wir ihn oft trainieren.)

 

Und scheint die Sonne und zwitschern die Vögel schon ohne Ihr Zutun, erlauben Sie sich vielleicht sogar, einfach nur zu genießen, dass Sie hier sind.

In diesem Sinne – eine schöne Restwoche!

Ihre StrategyPirates®

Maria Mysachenko

STRATEGY PIRATES®-Social-Media, Mediatorin, Historikerin, Sopranistin

E-Mail: maria@strategy-pirates.com